Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
Brennerweg 8 | 2130 Mistelbach

Erinnerung als Verpflichtung – Lehrausgang nach Mauthausen

Im Jahr 2015 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen zum 70. Mal. Dies nahmen die Lehrerinnen der Unterrichtsfächer Katholische Religion und Geschichte und Kultur, Prof. Senk, Prof. Fónyad-Kropf und Prof. Juan, zum Anlass uns mit der traurigen Geschichte fächerübergreifend auseinanderzusetzen und nach den Konsequenzen für das Heute zu fragen.Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist ein Ort nationaler Symbolik für die österreichische Bevölkerung und fordert von jeder Generation eine Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Österreichs. Nicht zuletzt ist sie ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung an die ca. 100.000 Opfer von Mauthausen und seinen Nebenlagern.

So erlebten Schülerinnen und Schüler den Lehrausgang: Am 13. Mai besuchte der dritte Jahrgang der HLW also das Konzentrationslager in Mauthausen. Vor der Führung durch das KZ haben wir uns die Dokumentation „Rückkehr unerwünscht“ angesehen. Einzelne betroffene Opfer erzählten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Anschließend wurden wir durch das Konzentrationslager geführt. Unsere Guides Paul und Angelika erzählten uns viele interessante und sehr erschütternde Geschichten von ehemaligen Inhaftierten. Bei unserer Führung besichtigten wir die Todesstiege, die Klagemauer und auch den Denkmalpark. Besonders beeindruckend fanden wir den Raum der Namen. Dort sind über 81.000 Namen aufgelistet, wobei die Liste nicht vollständig ist, da nicht alle Opfer namentlich bekannt sind. Es war ein sehr berührender und bewegender Ausflug.