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Vom antiken Rom zu Papst Franziskus heute

Rückblick auf die Projektreise der 2 BH nach Rom

Das stete Rattern des Nachtzuges noch in den Ohren kam die 2 BH am Morgen des 4. Mai am belebten Hauptbahnhof Roms, Roma Termini, an: „An diesem Ort knüpft sich die ganze Geschichte der Welt.“ – dieser Ausspruch Goethes sollte sich für die müde, aber überaus motivierte Gruppe in den nächsten drei Tagen bewahrheiten. Nach einem Abstecher in die beeindruckende Papstkirche, Santa Maria Maggiore aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts, wanderten 19 Schülerinnen und die zwei Begleitlehrerinnen, Elisabeth Fonyad-Kropf und Eleonore Premm, „rückwärts“ in der Geschichte und erkundeten den größten geschlossenen Bau der römischen Antike, das Kolosseum. Diese antike Spielstätte war 450 Jahre lang durchgängig in Betrieb und wurde so auch zur Hinrichtungsstätte für unzählige frühe Christen.

Der gewaltige Konstantinsbogen, das Forum Romanum, und der Palatin brachte uns ebenso zum Staunen, wie das Pantheon, ein antikes Heiligtum, das ursprünglich allen Göttern geweiht war. Heute wird dieses als katholische Kirche betrieben. Dem unwiderstehlichen Charme der ewigen Stadt verfielen wir schließlich vollends am pulsierenden, römischen Leben an der Piazza Navona und dem Trevi-Brunnen. Die Abendstimmung an den spanischen Stiegen, die uns mit blühenden Azaleen empfangen haben, rundete diesen ersten Tag ab.

Am nächsten Tag ging es mit Superlativen, die Rom zu bieten hat, weiter: „Ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag“, sagte schon Johann Wolfgang von Goethe in seiner italienischen Reisebeschreibung. Er hat Recht. Wir besichtigten also die Vatikanischen Museen, die zu den meist besuchten Museen der ganzen Welt gehören. Dort beeindruckten uns die Wandmalereien Raffaels und die Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle, wo wir wie die Erzbischöfe im Konklave, der Papstwahl, von der Sixtinischen Kapelle aus den Petersdom betraten. Abenteuerlich war es dann, als wir über schmale Stiegen das Innere der Petersdomkuppel besichtigen – der einmalige Blick über den Petersplatz lohnte aber diese Mühe!

Am dritten Tag folgte ein weiteres Highlight der Reise: gemeinsam mit Tausenden anderen Pilgern empfing uns Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz am Petersplatz. Der „Pontifex Maximus“ düste in seinem Papamobil in unmittelbarer Nähe an uns vorbei, wir jubelten ihm euphorisch zu, gerade auch als er unsere Schule grüßte und den Apostolischen Segen spendete. Am Nachmittag brachte uns eine Rätselralley auch in abgelegene Gassen Roms und in Gespräche mit Priestern oder Nonnen aus der ganzen Welt über den neuen Papst.

Fazit: 60 Kilometer zurückgelegte Wegstrecke, unzählige Blasenpflaster, aber unvergessliche Erinnerungen an die ewige Stadt. Wir haben Rom ins Herz geschlossen. Arrivederci e a presto a Roma!